Das Willkommens-Team Ellerau hatte eingeladen, und viele der in Ellerau wohnenden Familien kamen. Einige konnten nach eigener Aussage nicht feiern, weil sie von den Bildern der Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis zutiefst betroffen waren. Hintergrund war die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten zum Status von Jerusalem.

Die Anwesenden aber folgten der Begrüßung der Vorsitzenden des Vereins, Susanne Vogt, aufmerksam. Sie wies auf die gemeinsamen Veranstaltungen dieses Jahres hin, u.a. auf die angebotenen Deutschkurse, den Ausflug zum Wildpark Eekholt und den Besuch des Kindertheaters in Kisdorf.

Titus Vogt beantwortete anschaulich die Frage: Wo kommt eigentlich der Weihnachtsbaum her und was bedeuten z.B. die roten Kugeln am Baum? (Wer mehr erfahren will, lese gern den Bericht im Quickborner Tageblatt.)

Im Mittelpunkt aber stand das Singen mit den Kindern und das gemeinsame Spielen: Die Kinder konnten „Lasst uns froh und munter sein“ mitsingen, weil sie das Lied in der Schule gelernt hatten. Da es zuvor ein wenig geschneit hatte, war „Schneeglöckchen, Weißröckchen“ für sie auch eine sinnliche Erfahrung mit dem Schnee. Später spielten sie „Mensch ärgere dich nicht“, „Vierer raus“ „Rummikub“, wobei die deutschen Paten ihren geflüchteten Freunden die Regeln vermittelten. Andere bauten ausgiebig mit LEGO-Steinen.

Dass zuvor alle den von allen gebackenen Kuchen mit großem Appetit verspeisten, sei nur am Rande vermerkt. Wichtiger als das leibliche Wohl war für Dashti S., der vor sechs Monaten mit seiner Familie aus dem Irak geflohen war, die Feier an sich: „Danke. Sie bedeutet uns viel, wir sind hier willkommen!“

„Lasst uns froh und munter sein“ – Ellerauer Flüchtlinge feiern und spielen gemeinsam

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