Mit freundlicher Genehmigung des BVE übernehmen wir hier den Artikel über uns aus dem Grünen Heft August 2018.

 

 

Von Gisela Pätzold

Schon längere Zeit hatte die Redaktion des Grünen Heftes auf ihrem Aufgabenzettel, über die Arbeit des Vereins „Willkommens-Team Ellerau“ (WTE) zu berichten. Bewusst ließen wir einige Zeit verstreichen, hatten wir doch gespürt, dass die ehrenamtliche Arbeit diesen Mit-gliedern bei der Betreuung der uns von der Norderstedter Verwaltung zugewiesenen Geflüchteten über die Maßen viel abverlangte und eine gewisse zeitliche Distanz zu den gemachten Erfahrungen aussagekräftiger wäre. Vorweg aber ganz grob ein wenig Historie.

Gisela Pätzold

Bereits Anfang 2015 erreichte die Ellerauer Gemeindeverwaltung die Mitteilung, dass auch Ellerau demnächst Geflüchtete aufnehmen muss. Im gemeindlichen Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (SKS) informierte im Februar 2015 Susanne Martin vom Willkommen-Team e. V. aus Norderstedt über die vielfältigen Aufgaben. Allein schon die Sprachbarrieren waren eine riesige Herausforderung. Hinzu kommen noch ein für uns fremder Kulturkreis mit anderen Glaubensrichtungen und uns fremden Verhaltensweisen. Eile war geboten, man wollte auf die Situation vorbereitet sein. Unterkünfte mussten gefunden werden und Menschen, die diese Wegbegleitung auf sich nehmen, ihre Zeit schenken, um das behutsame Ankommen der Geflüchteten in einer ganz anderen Welt zu ermöglichen. Ein Aufruf in der örtlichen Presse fand Resonanz. Es meldeten sich spontan einige Ellerauer/innen, die beim Willkommens-Team mitmachen wollten. Auch Mietwohnungen wurden angeboten.

Von der Norderstedter Verwaltung war lange nichts zu hören. Geflüchtete wurden nicht konkret avisiert, demnach konnte man wohl alles ruhig angehen lassen. Im Juli hatte Bürgermeister Urban in den Sitzungsraum des Rathauses zum ersten gegenseitigen Kennenlernen des Helferkreises eingeladen. Doch Theorie und Praxis klaffen bekanntlich manchmal weit auseinander. An dem Tag war gerade aus Norderstedt die Meldung gekommen „Morgen Ankunft einer geflüchteten Familie“ – und das mitten in den Sommerferien. Aufregung pur bei der Frage, wer von den nur acht Teilnehmern überhaupt verfügbar wäre. Das war die erste Bewährungsprobe dieser kleinen Gruppe und wurde bestens gemeistert. Dieses Beispiel zeigt schon, wie flexibel diese freiwilligen Helfer sein mussten.

Theaterbesuch in Kisdorf

Mitte September 2015 auf einer Schulung konnte das Ellerauer Willkommens-Team viel Hilfe und Tipps von dem Norderstedter Verein bekommen, und etliche Fragen wurden geklärt. Auch über eine Vereinsgründung nach dem Vorbild der Norderstedter wurde nachgedacht. Die Vorteile lagen auf der Hand: Als eingetragener Verein konnte man ganz anders auftreten, durch eine rechtlich anerkannte Satzung ist eine größere Vertrauensbasis geschaffen, das Werben um Mitglieder und Sponsoren gestaltet sich einfacher, Zuwendungsbescheinigungen können ausgestellt werden. Finanzielle Unterstützung durch die Kommune z. B. aus den Mitteln der Integrationspauschale ist möglich.

v.l.n.r.: Maike Böhme, Titus Vogt, Susanne Vogt, Pamela Finck,
Helmut Strankmeyer

Schnell strukturierte sich die Gruppe, die inzwischen zahlenmäßig etwas gewachsen war – eines hatten und haben diese Ehrenamtler nach wie vor gemeinsam. Für sie war und ist das Helfen selbstverständlich. Susanne Vogt übernahm die Koordinierung, vielseitige Ideen entwickelten sich, Aufgaben wurden verteilt, weitere Treffen terminiert. Zum 10. Mai 2016 wurde zur Gründungsversammlung in die Seniorenbegegnungsstätte eingeladen, der 29 Personen folgten. Die ausgearbeitete Satzung nach Vorbild des Norderstedter Vereins wurde einstimmig verabschiedet und ebenso einstimmig wurden Susanne Vogt (1. Vors.), Pamela Finck (2. Vors.), Maike Böhme (Kassenwartin), Helmut Strankmeyer und Titus Vogt als Beisitzer lt. Satzung für zwei Jahre gewählt. Auch die Einrichtung einer Internetseite wurde beschlossen und schnell umgesetzt. Im Februar 2018 wurde der Vorstand bestätigt. Die fördernden Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag, während bei den aktiven Mitgliedern deren Arbeit als Beitrag gewertet wird. Inzwischen zählt der Verein 33 aktive und 10 fördernde Mitglieder.

Diese außerordentliche Energie und der Enthusiasmus dieser Gruppe hatten mich schon im November 2015 beeindruckt, als ich als Ausschussmitglied des SKS Gast bei deren Zusammenkunft war. Dieses strahlen auch noch nach drei Jahren intensiver und nicht immer einfacher Tätigkeit meine beiden Gesprächspartnerinnen Susanne Vogt und Pamela Finck aus. Da ist so viel Herzblut dabei, dass sich meine Frage, ob sie sich nach ihren gemachten Erfahrungen aus heutiger Sicht wieder auf dieses „Abenteuer/Herausforderung“ einlassen würden, fast schon von selbst beantwortet: „Aber natürlich, immer wieder!“

Weihnachtsfeier

So berichten sie, dass besonders in den Anfängen manche Dinge eine Eigendynamik entwickelten. Dolmetscher fehlten oder die angemietete Wohnung musste noch nachgebessert werden, Zuständigkeiten waren nicht geklärt, ein Arztbesuch von einem erkrankten Flüchtling* hatte durchaus Ähnlichkeit mit einem Hürdenlauf, die Handhabung von Problemen bei Behörden erschienen unverständlich und kosteten viel Zeitaufwand. Hilfe z. B. beim Einkaufen, bei der Tafel und bei der Kleiderkammer des DRK waren notwendig. Die Aufgaben sind auch heute noch so vielschichtig und beschränken sich nicht nur auf das Ansehen der Unterkunft für die Ankömmlinge, das Begleiten zum Anmelden bei der Gemeinde, die Fahrt zum Sozialamt nach Norderstedt, das damit verbundene Ausfüllen von unendlich vielen komplizierten Anträgen und das Besorgen der inzwischen eingeführten Gesundheitskarte. Dabei darf nicht aus den Augen verloren werden, dass nach bestimmten Zeitabläufen und Fristen etliche Anträge wieder neu gestellt werden müssen. Manche private Terminplanung musste umgestoßen werden, weil ad hoc Hilfe benötigt wird. Erinnert sei dabei z. B. an den Todesfall in einer Familie. Apropos Dolmetscher – an dieser Stelle geht ein großer Dank an Melanie und Selim Schwinges, ein Ehepaar, welches seit vielen Jahren in Ellerau lebt und seine Hilfe als Übersetzer angeboten hat. Das war geradezu ein Glücksfall für das Willkommens-Team, ohne sie wäre kaum etwas gegangen. Auch Enim gehört dazu. Unter diesem Vornamen (sein Nachname ist viel zu kompliziert!) wird er sicherlich vielen als Hausmeister bekannt sein.

Viele von dem Willkommens-Team sind noch berufstätig und haben Familie, so auch Susanne Vogt und Pamela Finck. Daher ergänzt es sich sehr gut, dass auch ältere Jahrgänge, die bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, im Willkommensteam sehr aktiv mitarbeiten. Ohne sie wären viele Anforderungen gar nicht zu erfüllen, betonen meine beiden Gesprächspartnerinnen.

Spielenachmittage

Susanne Vogt war 1994 von Eckernförde mit ihrem Ehemann nach Ellerau gezogen, und ihre beiden Kinder (Sohn 15 und Tochter 22 Jahre alt) wurden hier geboren. Ein weiteres Familienmitglied ist ihr Hund. Susanne Vogt absolvierte eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, schlug dann den Weg in die mittlere Beamtenlaufbahn ein und arbeitet halbtags im Bezirksamt Altona. Sie betreut drei Familien aus Gambia, Afghanistan und dem Irak, wobei die Betreuung der einzelnen Familien unterschiedlich aufwendig ist. In ihrer verbleibenden Freizeit liest sie gern, schlägt die afrikanische Trommel oder spielt Handball in Alveslohe.

Pamela Finck studierte in Kiel Sportwissenschaften, ein Studium, das für sie sehr spannend war und viele Facetten bot. Inzwischen kann sie auf 25 Jahre Berufstätigkeit in einem berufsgenossenschaftlichen Klinikum in Hamburg als Sporttherapeutin zurückblicken. Erzählt sie von ihrem Beruf, spürt man, dass sie in diesem regelrecht aufgeht. Fast 20 Jahre lebt sie mit Ehemann und den beiden Kindern (Sohn 21 Jahre und Tochter 19 Jahre alt) in Ellerau. Sie liebt Kreativität und gestaltet gern. In vielerlei Kunsthandwerk kennt sie sich aus. Ganz früher spielte sie mal Handball, jetzt Tischtennis in einem Verein. Zusammen mit Maike Böhme kümmert sie sich um zwei syrische Familien, man kann schon fast von einem „Clan“ reden.

Inzwischen werden 14 junge Familien (65 Personen, Stand Juli 2018) aus Syrien, Irak, Afghanistan, Gambia, Armenien und Tschetschenien von 11 Betreuern auf ihrem Weg begleitet. Davon sind 39 Kinder bzw. Jugendliche bis 18 Jahre. Inzwischen kamen fünf Babys in Ellerau zur Welt. Eine zugewiesene Familie aus Albanien wurde als Flüchtling nicht anerkannt und ist freiwillig wieder in ihr Land zurückgekehrt. Bei den anderen Familien sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen. Jede Familie hat feste Bezugspersonen unter den 11 Betreuern. Dazu gehören u.a. auch die Ehepaare Strankmeyer, Hafkemeyer, Petra Gäbel, Dr. Rula Tabbash und Titus Vogt (nicht verwandt mit Susanne Vogt). Meike Rinckens koordiniert die eingehenden Angebote von Möbel- und Hausratspenden und deren Verteilung.

Es ist sehr gut, dass der Wunsch auf Zuweisung von ausschließlich Familien von Norderstedt bisher berücksichtigt wurde, sie langsam stattfand und ebenso die dezentralisierte Unterbringung der Familien gelungen ist. Es hat sich gezeigt, dass es nicht ausreicht, nur in den ersten Wochen Hilfestellung zu geben. Selbst ein Jahr scheint ein zu kurzer Zeitraum zu sein. Betrachtet man, was jetzt bereits alles von dem Willkommens-Team geleistet wird, erkennt man schnell, dass der Verein am Limit des Machbaren ist. Man kann nur hoffen, dass keine neuen Familien zugewiesen werden. Mehr geht nicht! Vielleicht hilft dieser Bericht, dass sich doch einige Ellerauer/innen zu einer Mitgliedschaft entschließen. Auch die kleinste Unterstützung hilft.

Die große Frage bleibt, wie die Integration gelingen kann. Die größte Hürde ist das Erlernen der deutschen Sprache. Am leichtesten haben es die kleineren Kinder, die durch die Kitas oder Minischule einen spielerischen Zugang finden. Die Erwachsenen haben es da wesentlich schwerer. Sie müssen auf die behördlichen Genehmigungen häufig sehr lange warten, bevor sie einen Deutschkurs besuchen dürfen. Auch hier wäre ein Weiterkommen ohne das Engagement der Ehrenamtler nicht möglich gewesen. In diesem Zusammenhang dürfen Ingrid Burrlein, Bärbel Meissner, Ingrid Hafkemeyer und Gesine Borsch nicht unerwähnt bleiben. Sie boten Deutschkurse bzw. Nachhilfe an und waren mit viel Einfühlungsvermögen, Ideen und Geduld dabei. Die Gemeindebücherei stellte zum Deutschlernen Medientaschen zur Verfügung. Das eigenständige Ausleihen von einfachen Büchern oder das Ausleihen von Spielen bei der Spieliothek scheitert auch an der deutschen Sprache. Wie soll man Spielregeln in einer fremden Sprache verstehen, die man nicht spricht! Außerdem war Lesen, Vorlesen oder das gemeinsame Spielen in diesen Familien unbekannt.

Ausflug in den Tierpark Eekholt

Integration – vielleicht gelingt sie in kleinen Schritten über die gemeinsame Freizeitgestaltung? Mit dem Sommerfest 2016 wurde begonnen, im Dezember traf man sich zur ersten Weihnachtsfeier. Der Ausflug im Mai zum Wildpark Eekholt war ein voller Erfolg, im August wurde wiederum zu einem Sommerfest eingeladen, im Dezember besuchte man das Kindertheater in Kisdorf und schloss ab mit der Weihnachtsfeier. Hinzu kamen dann noch Spielenachmittage und ein Kurs „Irakisch Kochen“ der VHS. Diese Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Jede Familie überraschte beim gemeinsamen Essen mit kulinarischen Köstlichkeiten und bemühte sich um das Miteinander, Motivation genug, um in dieser Richtung weiterzumachen. Ein sogenannter Selbstgänger ist das Freibad, für das die Familien Freikarten bekamen. Die angebotenen Schwimmkurse werden gut genutzt und viele können inzwischen schwimmen.

Schade ist, dass die Kinder von den Eltern nicht genügend animiert werden, um Angebote von den Sportvereinen anzunehmen oder einfach mal auszuprobieren. Auch in der Schule können sie nicht unterstützend helfen. Hier läuft es fast umgekehrt – die Kinder helfen den Eltern. Die Erwachsenen möchten gern arbeiten, natürlich am liebsten in ihren Berufen als Lehrer, Journalist, Bäcker, Schneider, Schuster, Maurer oder LKW-Fahrer. Auch das ist ein langer, schwieriger Weg, zum einen braucht man die Anerkennung als Flüchtling, zum anderen werden in Deutschland andere Anforderungen in der Ausbildung gestellt. Ein gutes Beispiel ist der deutsche Führerschein – er lässt sich nicht einfach mal so eben erwerben, wenn die Fragen wegen der Sprache nicht richtig verstanden werden. Inzwischen können einige – über die Gewerbeinitiative organisiert – in Minijobs arbeiten oder über ein Praktikum in einen Handwerksberuf hineinschnuppern. Andere helfen inzwischen bei der Tafel.

    

    

Der Kochkurs „Irakisch Kochen“ fand im Bürgerhaus statt

Das Willkommens-Team versteht sich als eine große Familie. Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten ein. Inzwischen präsentieren sie sich auf einer gutgepflegten Internetseite (www.wt-ellerau.de) mit vielen aussagekräftigen Fotos. Ein Blättern darin lohnt sich. Für die interne Kommunikation wurde eine Dropbox eingerichtet. Hier werden u.a. die Erfahrungen/„Gebrauchsanweisungen“ und Tipps beim Umgang mit Behörden, entstandenen Schwierigkeiten und ggf. deren Lösungsansätze hinterlegt. Zwar hat das Willkommens-Team gute Kontakte nach Quickborn und erfährt von dort eine sehr gute Unterstützung, aber dennoch hätte man sich gewünscht, auch im Ellerauer Rathaus über die Anfänge hinaus weiterhin einen kompetenten Ansprechpartner und mehr Unterstützung durch die Verwaltung zu haben. Zumindest wäre es eine gute Sache gewesen, einen Sachbearbeiter/in vom Sozialamt Norderstedt einmal im Monat vor Ort zu haben. Für jeden Stempel und Unterschrift muss man nach Norderstedt. Welch ein zusätzlicher zeitintensiver Aufwand. Nach einer Vergütung für ihr Engagement befragt, antworteten meine beiden Gesprächspartnerinnen: „Wir bekommen keinerlei Aufwandsentschädigung. Für uns ist der Dank das herzergreifende Lächeln der betreuten Familien“. Eines wünschen die beiden sich allerdings – eine größere Bereitschaft zu mehr direkter Vermietung an die wohnungssuchenden Geflüchteten.

Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftigte, umso komplexer und komplizierter wurde es. Auch mit mir mussten Susanne Vogt und Pamela Finck viel Geduld haben, musste ich doch nachträglich viel hinterfragen und mir Zusammenhänge erklären lassen. Mit einem Zitat von der Internetseite des Willkommens-Team möchte ich meinen Bericht schließen:

„Mitglied im Willkommens-Team Ellerau zu sein, bedeutet allerdings mehr als nur Arbeit. Es bedeutet, offen zu sein, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen, und es bedeutet, geflohenen Menschen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln.“

Hinweis zu Begrifflichkeiten

Der Begriff Flüchtling wird zwar im Alltag vielfach als Synonym für geflüchtete Menschen genutzt, im Verständnis des Asylrechts umfasst er jedoch ausschließlich anerkannte Geflüchtete nach der Genfer Flüchtlingskonvention, d.h. Personen, die nach Abschluss eines Asylverfahrens den Flüchtlingsschutz erhalten. Er umfasst definitorisch nicht andere Personengruppen. Als zuständige Behörde für die Umsetzung des Asylrechts bedarf es daher einer rechtsdefinitorischen Präzision. Aus diesem Grunde unterscheidet das Bundesamt folgende Personengruppen:

Asylsuchende: Personen, die beabsichtigen, einen Asylantrag zu stellen und die noch nicht als Asylantragstellende beim Bundesamt erfasst sind.

Asylantragstellende: Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die sich im Asylverfahren befinden und deren Verfahren noch nicht entschieden wurde.

Schutzberechtigte sowie Bleibeberechtigte: Personen, die eine Asylberechtigung, den Flüchtlingsschutz oder einen subsidiären Schutz erhalten oder aufgrund eines Abschiebungsverbots in Deutschland bleiben dürfen.

Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht.

Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht und sie den Schutz ihres Herkunftslandes nicht in Anspruch nehmen können oder wegen der Bedrohung nicht in Anspruch nehmen wollen. Ein ernsthafter Schaden kann sowohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Akteuren ausgehen.

Als ernsthafter Schaden gilt:

  • die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe,
  • Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder
  • eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts.

 

Der Artikel im Grünen Heft kann im Originallayout hier als pdf heruntergeladen werden. Das gesamte Heft ist unter www.buergerverein-ellerau.de/gruenes-heft/ einsehbar.

Ein herzergreifendes Lächeln als Dank – Willkommens-Team Ellerau e.V.

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